php Arzthelferin Archive - Marion Klüter https://marionklueter.de/tag/arzthelferin carpe diem Mon, 15 Dec 2025 21:31:06 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1 https://marionklueter.de/wp-content/uploads/2024/10/cropped-cropped-favicon-Kopie-32x32.jpg Arzthelferin Archive - Marion Klüter https://marionklueter.de/tag/arzthelferin 32 32 Gute Noten garantieren (k)einen Job https://marionklueter.de/gute-noten-garantieren-keinen-job https://marionklueter.de/gute-noten-garantieren-keinen-job#respond Sat, 22 Nov 2025 18:29:20 +0000 https://marionklueter.de/?p=885 Der Grundsatz, je mehr du lernst, desto besser sind deine Chancen im Berufsleben, gilt nicht

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Der Grundsatz, je mehr du lernst, desto besser sind deine Chancen im Berufsleben, gilt nicht mehr. Manchmal ist es einfach nur Glück, Arbeit zu finden und zu behalten.

Trotz guter Ausbildung arbeitslos

22.11.2025 mkl War es noch bei unseren Eltern üblich, sein Leben lang bei der Firma, in der man seine Ausbildung machte, zu arbeiten, wurde es auf einmal zur Ausnahme.

Kaninchen von Pixabay https://pixabay.com/users/dendoktoor-14802912/Genügte es früher, eine Berufsausbildung zu machen, um dann in diesem Beruf zu bleiben, wurde es üblich, alle paar Jahre nicht nur die Firma, sondern den Beruf zu wechseln, umzuschulen, weiterzubilden und wieder von vorne anzufangen. Dazu gehörte auch die Bereitschaft, jederzeit für eine Arbeitsstelle, umzuziehen.

Nichts war mehr einfach nur eine Sache des Fleißes und des Wissens. Und auch ein gutes Studium war kein Garant für einen Arbeitsplatz.

Ich gehöre zu den Babyboomern und erzähle von meinen Erfahrungen im Berufsleben. Nennen wir es einfach, Geschichtsunterricht.

Weitere Informationen im Internet:

https://www.iwkoeln.de/studien/philipp-deschermeier-holger-schaefer-die-babyboomer-gehen-in-rente.html https://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitsmarkt/babyboomer-rente-arbeitnehmer-100.html

1. Hunderte von Bewerbungen

Babyboomer identifizierten sich sehr mit ihrer Arbeit.

Leistungswille und -bereitschaft wurden großgeschrieben und auch von Arbeitgebern verlangt.

Der Begriff “Workaholic” hat seinen Ursprung nicht umsonst in dieser Zeit.

Quelle: Unicum Media

Viele meiner Generation (die Babyboomer) (Publikation vom Berlin-Institut über die Babyboomer, die in Rente gehen) haben hunderte von Bewerbungen verschickt, haben gehofft, Vorstellungsgespräche besucht und gekämpft.

Und das jahrelang. Ein ganzes Berufsleben lang.

2. Viele Möglichkeiten zur Änderung der Lage

Etliche haben während dieser Zeit weiter Fortbildungen oder Umschulungen besucht, um die Qualifikationen zu verbessern. Das Arbeitsamt konnte nur einen begrenzten Umfang an Ausbildungen anbieten. Und nur die Ausbildungen beim Arbeitsamt wurden finanziert.

Weitere Beiträge zum Thema:

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2.1. Das Bewerbungstraining

Die meisten Arbeitslosen wurden mindestens einmal zum Bewerbungstraining geschickt. Für diesen Monat fielen sie dann aus der hohen Arbeitslosenstatistik.

Leider waren manche dieser Trainingsangebote ungenügend. Denn auch schon zu der Zeit hatten viele zuhause einen PC. Sie wussten bereits, wie man einen Computer anstellt und mit der Maus umgeht. Manche besaßen sogar einen Internetzugang. Und was nutzt einem der Lehrgang, wie man Word benutzt, wenn die verwendete Software über acht Jahre alt ist?

Wie ist der Inhalt des Bewerbungstrainings?

Der Inhalt des Bewerbungstrainings beinhaltete Grundlagen zur Bedienung eines Computers, einen Bewerbungsbrief auf Word zu schreiben und den Lebenslauf fertig zu machen.

Es wurden einem Möglichkeiten vermittelt, um im Internet Stellenangebote zu suchen. Außerdem durfte man Fotokopien machen und die fertigen Bewerbungen abgeben, damit sie verschickt wurden.

Weitere Informationen:

Das Bewerbungsverfahren bis ca. 1980
Bewerbungsverfahren bis ca. 1980

Etwa seit Beginn des 20. Jahrhunderts war es üblich, sich mit einem handschriftlich verfassten Lebenslauf in Fließtext beim Unternehmen der Wahl vorzustellen. Der Lebenslauf umfasste maximal eine Seite und beleuchtete praktisch ausschließlich die bisherigen beruflichen Stationen und Aufgabenfelder.

Es folgen maschinegeschriebene Bewerbungen

In den 1970er Jahren hielten allmählich maschinegeschriebene Bewerbungen in den Unternehmen Einzug. Diesen ersten „modernen“ Bewerbungen mussten Bewerber allerdings Schriftproben beilegen.

Von Interesse waren neben der beruflichen Qualifizierung und vorangegangenen Abschlüssen auch zahlreiche private Details, etwa das Warum bei Studienabbrüchen, der Mädchenname der Mutter und der Beruf der Eltern.

Quelle: Gründerhomepage

Das Bewerbungsverfahren ab 1980
Bewerbungsverfahren ab 1980

Die 1980er stellen den ersten großen Wendepunkt in der Geschichte der Bewerbungsverfahren dar. Auf der Schreibmaschine getippte Lebensläufe wurden zum Standard. Der bisherige Fließtext wurde durch die heute noch verbreitete, deutlich übersichtlichere tabellarische Form ersetzt. F

Die Assessment-Center

In den 1990er Jahren gingen schließlich auch mittelständische und kleinere Unternehmen dazu über, zumindest für Führungspositionen Assessment-Center (oftmals verbunden mit Belastungs- und Psychotests) zu veranstalten.

Zu dieser Zeit nutzten Unternehmen u. a. auch umstrittene Auswahlmethoden wie z. B. die Astrologie und Graphologie, um sich auch einen Eindruck über die Persönlichkeit des Bewerbers verschaffen zu können – mit mäßigem Erfolg.

Quelle: Gründerhomepage

Das Bewerbungsverfahren in den 2000ern
Bewerbungsverfahren in den 2000ern

Mit der Jahrtausendwende änderten sich Bewerbungen und Bewerbungsverfahren grundlegend. Das Internet spielte im Alltag eine immer größere Rolle – und wurde natürlich auch zur Selbstpräsentation und zur Bewerberauswahl genutzt.

Der Online-Bewerbertest

Erste Online-Bewerbertest kamen auf, die ersten Online-Jobbörsen wurden geschaffen. Nur wenige Jahre später sind E-Mail-Bewerbungen und Bewerbungen per Online-Formular die Regel.

Die Bewerbungen werden immer umfangreicher, nehmen oftmals 2-3 Seiten ein und umfassen mittlerweile auch Selbstpräsentationen wie die berühmte dritte Seite und großformatige, professionell erstellte Bewerbungsbilder.

Modernes Recrutainment: Mehrstufige Bewerbungsprozesse, aufwändige Bewerbungen

Bewerbungen heute laufen deutlich komplexer als in vergangenen Jahrzehnten ab. Die Bewerbungen selbst sind in der Regel durchkomponierte Selbstdarstellungen, die weit über die Auflistung der von Zeugnissen belegten Qualifikationen hinausreichen.

Der mehrstufige Bewerbungsprozess beginnt mit der Online-Stellenausschreibung und Online-Bewerbung. Das eigentliche Bewerbungsgespräch findet nach einer Vorauswahl erst zum Ende des Bewerbungsverfahrens statt. Hier geht es mittlerweile kaum noch um die eigentliche Qualifizierung sondern nur noch darum, ob Arbeitgeber und künftiger Arbeitnehmer auf einer Wellenlänge liegen.

Dieser Artikel wurde uns freundlicher Weise bereitgestellt von Tim Baumann.
Hierfür ein herzliches Dankeschön.

Quelle: Gründerhomepage

2.2. Die Volkshochschule

Die Volkshochschule (vhs) bot dagegen eine reichliche Auswahl an Fortbildungen. Das Niveau war hoch. Für manche Bereiche gab es Abschlußprüfungen.

Leider mussten private Fortbildungen selbst finanziert werden. Und so manches anstrengende Wochenende ging dabei drauf. Aber man glaubte daran, dass es sich rentieren würde, irgendwann. Man durfte nur die Hoffnung nicht verlieren.

Natürlich kann man immer rummäkeln. Aber ich habe durch die vielen Fortbildungen mehr Einsicht darin wie viel Lehrstoff notwendig ist und wie viel Zeit man in das Lernen investieren muss.

Weitere Informationen:

Der Beruf der Webdesignerin
Webdesigner/innen gestalten Bildschirmseiten, die aufgrund ihrer hohen Funktionalität anwenderfreundlich sind und gleichzeitig durch ein ansprechendes Design, z.B. durch Bildsprache, Farbgestaltung und Typografie, die Inhalte unterstützen.

Mit ihren Kunden besprechen sie Gestaltungswünsche und -möglichkeiten, definieren mit Auftraggeber und Projektleitung die genaue Aufgabenstellung und legen finanzielle und technisch-inhaltliche Rahmenbedingungen fest. Sie erörtern ggf. verschiedene Lösungswege und erstellen Gestaltungskonzepte, die sie in Konzeptpräsentationen mit den Kunden abstimmen.

Bei der Umsetzung des Konzepts beachten sie die individuellen redaktionellen, technischen, finanziellen und produktspezifischen Anforderungen und Absprachen. Sie bearbeiten Kundenvorlagen, z.B. Bild-, Text- und Grafikdaten, und recherchieren Beiträge in Bild- und Tonarchiven.

Außerdem erstellen sie eine Navigationsstruktur, welche die Interaktionsmöglichkeiten aufzeigt, den Aufbau von Bildschirmdarstellungen festlegt und Verweise auf andere Bildschirmseiten definiert. Schließlich bereiten sie die Daten zur Programmierung vor und setzen das Design mithilfe spezieller Software um.

Der Beruf des PC-Systembetreuers
Ein PC-Systembetreuer ist eine Fachkraft, die für die Installation, Wartung und Fehlerbehebung von Computern und Netzwerken zuständig ist.

Zu den Aufgaben gehören die Installation von Hard- und Software, die Lösung von Problemen, die Datensicherung, die Implementierung von Sicherheitsmaßnahmen wie Virenschutz und die Beratung bei der IT-Beschaffung.

PC-Systembetreuer benötigen umfassende Kenntnisse über Betriebssysteme (wie Windows und Linux), Netzwerkinfrastrukturen und die Administration von lokalen sowie servergestützten Systemen.

Der Beruf des Webprogrammierers
Ein Webprogrammierer ist ein Softwareentwickler, der sich auf Webtechnologie spezialisiert hat und für die Planung, Entwicklung und Wartung von Websites und Webanwendungen verantwortlich ist.

Er schreibt den Code, der Webseiten zum Laufen bringt, und kümmert sich um das Design, die Funktionalität, die Datenbankanbindung und die Optimierung bestehender Projekt

3. Weiterbildungen durch das Arbeitsamt

Dazu kann ich mehrere Erfahrungen vorweisen.

3.1. Die Fortbildung zur MTA- und Röntgenassistentin

Da gerade viele Arzthelferinnen arbeitslos waren, bot sich eine Zusatzausbildung im Bereich Labor an und gleichzeitig zur Röntgenassistentin. Die Ausbildung fand bei der damaligen Blindow-Schule statt. Dabei gab es ein so hohes Niveau, dass von fast 40 Leuten am Ende nur neun übrig blieben. Die härteste Ausbildung meines Lebens, aber auch die, in der ich am meisten lernte.

Am Ende des halben Jahres riet man den Besten von uns, zu denen auch ich gehörte, eine weitere Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen. Leider musste man diese wieder selber finanzieren.

Das änderte an meiner Situation nichts, zu der Zeit gab es keine offenen Stellen im Labor. Im Krankenhaus durfte ich nicht arbeiten, da mir das einjährige Praktikum fehlte. Und so arbeitete ich anschließend weiter als Arzthelferin (heute MFA).

Weitere Beiträge zum Thema:

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3.2. Die Umschulung zur DTP-Fachfrau

Diese Umschulung war die beste meines Lebens. Zu der Zeit war ich bereits seit vielen Jahren Fotosetzerin und Reprofotografin mit eigener Dunkelkammer. Es war genau die Zeit des Umbruchs, als die ersten Computer die teuren und empfindlichen Fotosatzmaschinen ablösten.

Weitere Informationen:

Der Fotosatz
Im Fotosatz wurden Reproduktionsvorlagen erzeugt, die z. B. nach der Montage für den Druck im Offsetdruck– bzw. Tiefdruck verwendet werden konnten.

Das Fotoprinzip wurde auf leistungsstärkere, digital arbeitende EDV-Systeme übertragen und vor allem die Belichtung, also die Erzeugung der Druckvorlage, von der Texterfassung abgekoppelt.

Eine bedeutende Arbeitserleichterung war auch die damit mögliche Generierung von Blocksatz in einer (beliebig langen) Satzfahne. Sowohl Umbruch als Spationierung auf eine volle Zeilenlänge und die Worttrennung konnten von nun an automatisiert mit der Software der Geräte durchgeführt werden.

Die damit erzeugte Satzqualität wird auch von den heute üblichen Desktop-Publishing-Systemen (DTP) nicht übertroffen.

Quelle: Wikipedia 

Die DTP-Fachkraft
DTP-Fachkräfte bereiten Bücher, Zeitschriften, Flyer, Kataloge oder Internetauftritte für die repro- und drucktechnische bzw. elektronische Wiedergabe vor, indem sie Layouts erstellen.

Im Printbereich erstellen sie z.B. Druckvorlagen. Beim Screendesign bearbeiten sie Layouts für die Darstellung am Bildschirm oder für Apps.

Zunächst erfassen sie Texte, Bilder oder Grafiken mithilfe von Desktop-Publishing-Software. Dazu übernehmen und konvertieren sie bereits digitalisierte Textdaten bzw. scannen Bild- und Grafikvorlagen ein. Sie legen fest, wie die fertigen Medien aussehen sollen, und entwerfen das Layout, soweit es keine Vorgaben durch Kunden gibt.

Beispielsweise bestimmen sie Schriftart und -größe, die Anzahl der Spalten sowie Höhe und Breite der Seiten. Bilder bearbeiten sie mit Grafikprogrammen. Abschließend erstellen sie eine digitale Reinzeichnung.

Quelle: Arbeitsagentur

Inhalt

Und die hohen Materialkosten entfielen. Jede Schrift kostete 1.000 DM, da man mindestens drei benötigte, nämlich normal, kursiv und fett, war man schon bei 3.000 DM. Dazu kam der Unterhalt der Dunkelkammer, das Material und die Maschinen, dem Belichter und der Entwicklungsmaschine.

Also lernte ich im Grunde genommen nur das, was ich vorher an der Fotosatzmaschine getan hatte, nun am Computer, – dem PC und dem Macintosh.

Die Ausbildung an der Akademie in Berlin war so gut, dass ich rasch eine neue Arbeitsstelle als DTP-Fachfrau fand. Und bis zum Attentat am 9. September 2001 war ich glücklich im neuen Bereich. Danach war ich erneut arbeitslos.

Weitere Informationen im Internet:

https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/nicht-nur-zu-viel-arbeit-auch-keine-arbeit-kann-krank-machen-langzeitarbeitslose-1790.php https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/soziale-situation-in-deutschland/61718/arbeitslose-und-arbeitslosenquote/

3.3. WEB-Fachfrau mit Schwerpunkt Webprogrammierung

Viele Hoffnungen, geplatzte Träume, vertane Zeit. Diese Ausbildung war von Anfang an einfach schlecht. Die Anforderungen waren zu niedrig. Selbst bei der Wahl der Teilnehmer. Zusätzlich kam die Leistungsbereitschaft, die ebenfalls nicht hoch war.

Kaninchen von Pixabay https://pixabay.com/users/wernerdetjen-120336/Uns stand ein Jahr zur Verfügung. Verglichen mit meinen vorherigen Ausbildungen eine sehr lange Zeit, – dachte ich.

Aber wir kamen in jedem Fach nicht über die Anfänge hinweg, da manche Teilnehmer nicht einmal die einfachsten Grundlagen der Computerbedienung (Taskleiste und rechte Maustaste) beherrschten.

Schon nach Wochen war klar, so würde man nichts lernen. Und schon gar nicht so viel, dass man in dem Bereich anschließend arbeiten konnte.

Das Arbeitsamt hat kein Interesse

Leider half es auch nicht, das Arbeitsamt hinzuzuziehen, um das Lernniveau erheblich zu steigern. Im Grunde wusste man dort bereits, dass die meisten Absolventen anschließend weiterhin arbeitslos waren, weil die Anforderungen im Beruf wesentlich höher waren.

Der Rückhalt fehlt

Meine Kämpfe waren umsonst, da der Rückhalt in der Klasse nicht reichte. Da halfen auch meine Hinweise, dass wir mit der Ausbildung am Ende scheitern würden, nichts. Und so kam es eben auch. Für mich bedeutete es das Ende meines Berufslebens, da ich krank wurde und viel zu früh ausscheiden musste.

4. Und nun

Jetzt, wo es mir gesundheitlich wieder besser geht, werden mir Jobs als Arzthelferin angeboten. Welche Ironie! Ich bin am Anfang meines Berufslebens wieder angekommen.

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Mein Experiment – die ersten Vorstellungsgespräche https://marionklueter.de/mein-experiment-die-ersten-vorstellungsgespraeche https://marionklueter.de/mein-experiment-die-ersten-vorstellungsgespraeche#respond Tue, 04 Mar 2025 20:31:53 +0000 https://marionklueter.de/?p=1731 Nach zehn Jahren mit der Erwerbsminderungsrente will ich es noch einmal wagen. Meine Rückkehr in

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Nach zehn Jahren mit der Erwerbsminderungsrente will ich es noch einmal wagen. Meine Rückkehr in die Arbeitswelt. Wie schwer kann es werden, bei dem Fachkräftemangel?

Die ersten Schritte

Eigentlich geschah es aus Langeweile, dass ich bei Indeed meinen Lebenslauf eingab. Ich versprach mir davon gar nichts. Umso überraschter war ich, als sich ungefähr ein Jahr später plötzlich ein potentieller Arbeitgeber bei mir meldete.

1. Die Jobbörse

Indeed ist ein kostenloser Dienst für Jobsuchende. Indeed ist mit monatlich 595 Mio. Profile von Jobsuchenden weltweit die führende Website.

Auf der Website können Lebensläufe gehochladen, Job-E-Mails erstellt, Jobs gesucht, gespeichert werden.

Und man kann sich direkt bewerben. Man kann Stellenanzeigen von großen Online-Jobbörsen, Zeitungen und Verbänden finden.

1.1. Was ist Indeed

SchneckeEigentlich ist Indeed keine klassische Jobbörse sondern eher eine Suchmaschine mit Spezialisierung auf Stellenausschreibungen. Weltweit können Arbeitsuchende mit Hilfe von verschiedenen Suchfiltern nach passenden Stellen suchen. Über 250 Millionen Menschen rufen die Webseite jährlich auf. 

Auch für Arbeitgeber ist die Börse interessant. Durch Inserieren von Stellenausschreibungen können sie schnell Kontakt zu Interessenten aufnehmen. Arbeitgeber und Mitarbeiter werden hier zusammengebracht.

1.2. Das Mitglieds-Konto

Man kann bei Indeed ein kostenloses Konto anlegen. Dort hinterlegt man seine fertigen Bewerbungsunterlagen wie den Lebenslauf und ein Anschreiben.

„Der Aufwand lohnt sich. Man spart Zeit mit umständlichen Verschicken von Bewerbungsunterlagen.“

Man benötigt einige Zeit, bis man alle Fragen beantwortet hat. Aber am Ende lohnt es sich, weil der Arbeitgeber sofort sehen kann, ob man geeignet ist oder nicht. Kein umständliches Verschicken von Bewerbungsunterlagen ist nötig, weil der Arbeitgeber schon vorher die Unterlagen runterladen, ausdrucken und ansehen kann.

Und auch Arbeitgeber können nach passenden Bewerbern suchen und eine Anfrage zuschicken.

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2. Die ersten Vorstellungsgespräche

2.1. Empfangsdame bei Haussschildt und Blunck Wach- und Objektschutz

Gesucht wurde eine Empfangsdame. Die Firma ist eine große Wach- und Objektschutzfirma, die in der Bahnhofsstraße in Hannover einen Sitz hat.

2.1.1. Das erste Vorstellungsgespräch

SchneckenIch bekam bereits nach mehreren Tagen einen Einladungstermin an einem Montag. Herr Runde stellte sich und die Firma vor. Gesucht wurde für eine andere Firma, die Kunde bei Hausschildt und Blunck sei.

Beim Kunden würde ein weiteres Vorstellungsgespräch stattfinden.

2.1.2. Das zweite Vorstellungsgespräch

Hausschildt & Blunck

Seit 1992 steht das Sicherheitsunternehmen Hauschildt & Blunck für qualifizierte Sicherheitsdienstleistungen in Hannover und Umgebung.

Ob gewerblich oder privat: Für einen optimalen Sicherheitsdienst stellen wir unseren Kunden die passenden Leistungen zur Verfügung.

Das nächste Gespräch fand am Mittwoch in der Firma in Hannover-Roderbruch statt. Leider verpasste ich aus Unsicherheit die richtige Haltestelle und musste lange laufen, bis ich da war. Die beiden Herrren warteten bereits auf mich.

Das Gespräch verlief genauso gut wie das vorherige. Nur die Frage nach meinen Englisch-Kenntnissen verunsicherte mich. Aber der Abteilungsleiter der betreffenden Firma gab zu, dass eigentlich keine Englisch-Kenntnisse notwendig seien. Und ich schlug vor, meine Kenntnisse wieder aufzufrischen.

„Ich melde mich morgen oder übermorgen bei Ihnen. Dann können wir alles besprechen.“

Beim herzlichen Abschied teilte mir Herr Runde mit, er würde sich die nächsten zwei Tage telefonisch bei mir melden. Dabei vermittelte er mir den Eindruck, als würden wir dann über den Arbeitsvertrag sprechen.

2.1.3. Wochenlanges Warten auf eine Antwort

Er meldete sich weder am nächsten noch am übernächsten Tag. Da er mir keine Visitenkarte übergeben und ich auch keine Telefonnummer von ihm besaß, wartete ich ungeduldig ab. Auf meine Mail kam nur eine Standardantwort, der Betreffende sei im Urlaub.

SchneckeAlso rief ich am Dienstag die Telefonnumer, die in der Anzeige gestanden hatte, an. Es war die Filiale in Hamburg. Die Abteilungsleiterin versprach mir, sich darum zu kümmern. Sie rief mich schnell zurück, Herr Runde sei im Urlaub. Er hätte sich noch nicht entschieden. Immerhin bekam ich nun eine Mail, in der stand, der Entscheidungsprozeß sei noch nicht abgeschlossen.

Die nächsten zwei Wochen vergingen. Ich rief wieder in Hamburg an. Sie entschuldigte sich an seiner Stelle bei mir, so ein Verhalten sei nicht üblich. So könne man nicht mit anderen Menschen umgehen. Sie werde sich darum kümmern.

Und das tat sie, schnell teilte sie mir das Ergebnis mit. Herr Runde hatte sich für eine andere Bewerberin entschieden.

Fazit: Unwürdiges, herabsetzendes Verhalten. Keine Entschuldigung für über drei Wochen Wartezeit, keine persönliche Stellungnahme. Feige und menschenverachtend! Es dauerte sehr lange, bis ich mich davon erholt hatte.

2.2. MFA (Arzthelferin) in der MHH in der Infusions-Ambulanz

Die Medizinische Hochschule Hannover

Das Klinikum der Medizinischen Hochschule Hannover ist ein Krankenhaus mit überregionalem Einzugsbereich.

Das Universitätsklinikum verfügt über 41 Fachabteilungen mit 1.520 Betten. … 2021 wurden 57.100 Patienten stationär und 272.556 ambulant behandelt.

Die MHH ist Deutschlands größtes Transplantationszentrum. Im Jahr 2021 wurden hier 337 Transplantationen solider Organe sowie 180 Knochenmarks- und Stammzelltransplantationen vorgenommen.

Quelle: Wikipedia

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) ist ein attraktiver Arbeitgeber. Daher schickte ich an mehrere Abteilungen meine Unterlagen. Meine erste Ausbildung war die zur Arzthelferin. Allerdings hatte ich bereits nach einigen Jahren meinen Beruf aus privaten Gründen gewechselt.

Schon eine Woche später klingelte mein Telefon. Das Einladungsgespräch sollte am nächsten Dienstag stattfinden. Mir wurde ein Probearbeiten vorgeschlagen, welches ich auch annahm. Von den Abteilungen war es ausgerechnet die ambulante Infusions-Ambulanz, die sich gemeldet hatte.

2.2.1. Das Probearbeiten in der Infusions-Ambulanz der MHH

SchneckenDie Abteilungsleiterin war nicht da. Ich wurde als Praktikantin eingekleidet und vorgestellt. Einige der Kolleginnen und Kollegen ignorierten mich völlig. Ein paar waren aber richtig nett.

Man zeigte mir die Arbeitsräume. Ich stand längere Zeit bei mehreren Kolleginnen daneben und ließ mir die Arbeiten erklären. Erst war ich in einer Abteilung, danach in einer anderen. Dort wurde ich sofort sehr nett angenommen und fühlte mich wesentlich wohler als in der vorherigen Abteilung.

Anschließend saß ich an der Anmeldung. Diese Kollegin zeigte deutlich, wie störend sie mich empfand. Sie erklärte mir gar nichts, stellte nur die Frage, warum ich hier arbeiten wolle.

2.2.2. Die Abteilungsleiterin

Nach zwei Stunden kam die Abteilungsleiterin und bat mich zum Gespräch. Sie machte einen netten Eindruck, redete viel über alles mögliche. Es war mir klar, es würde schwierig werden mit der Stelle. Die Arbeit war nicht für mich geeignet. Noch dazu sollte die Meinung des Teams mit berücksichtigt werden. Und da konnte ich mir schon die Entscheidung vorstellen, nach der Reaktion einiger Mitarbeiter.

„Ich melde mich in zwei Tagen. Wenn es hier nicht klappt, werde ich Ihre Unterlagen an andere Abteilungen weitergeben.“

Aber sie schlug vor, sich für mich auch in anderen Abteilungen mit meinen Unterlagen einzusetzen. Sie würde sich in zwei Tagen telefonisch bei mir melden.

2.2.3. Kein Kontakt erwünscht

Das Telefongespräch fand nicht statt. Nach mehreren Anrufen teilte man mir dann mit, ich würde für die Stelle nicht in Frage kommen. Mehrere Bitten um Rückruf der Abteilungsleiterin wurden ignoriert. Auch meine Mails wurden nicht beantwortet. Habe nie wieder etwas von der MHH gehört. Meine Unterlagen sind garantiert in keinem anderen Bereich gelandet.

Fazit: Unschön. Keine telefonische Absage. Reagierte auf keine Rückruf-Bitte. Ignorierte Mails. Nicht empfehlenswert! Gehört das heute zum Standard, keine Vereinbarung einzuhalten und selber nicht abzusagen? Kein Wunder, wenn man dann keine Fachkräfte mehr bekommt.

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3. Die Zeitarbeitsfirma

3.1. Was ist Manpower

Die ManpowerGroup ist einer der drei größten Personaldienstleister weltweit.

Die Zentrale des Unternehmens, mit rund 2.800 Niederlassungen in 80 Ländern, befindet sich in Milwaukee, Wisconsin.

Geschäftsfelder sind die Personalvermittlung, Arbeitnehmerüberlassung, Outsourcing, Beratung und viele weitere Human-Resources-Lösungen.

Eine Filiale von Manpower ist spezialisiert auf den medizinschen Bereich. Sie hat ihren Sitz in Hannover in der Lister Straße. Zeitarbeitsfirmen vermitteln den Jobsuchenden meist vorübergehend an Arbeitgeber. In manchen Fällen ist aber auch eine Übernahme möglich. Es gibt aber noch vier weitere Arbeitsbereiche.

3.1.1. Die erste Betreuerin

SchneckenEine Einladung erfolgte schnell. Die Mitarbeiterin hatte bereits alle Unterlagen ausgedruckt vor sich liegen. Eine Kollegin saß neben ihr. Sie stellte mir einige Fragen. Die Zeit zwischen meiner letzten Arbeit als Arzthelferin und heute erschien ihr als zu lang, um wieder erfolgreich in dem Beruf Fuß fassen zu können. Sie machte mir kaum Hoffnung.

Als ich vorschlug, mich in den anderen Abteilungen vorzustellen, stimmte sie mir zu.

Aber ich hörte danach nie wieder etwas von ihr.

3.1.2. Der neue Mitarbeiter

Nach mehreren Monaten meldete sich ein anderer Mitarbeiter von Manpower. Er sei jetzt der neue Ansprechpartner für mich. Und er kümmerte sich tatsächlich um eine Stelle für mich.

3.1.3. Eine andere Filiale

Auf eine neue Bewerbung erfolgte wieder ein Anruf und ein Vorschlag für ein Vorstellungsgespräch. Die Filiale lag in der Georgstraße in Hannover. Hier kümmerte man sich eher um den Bürobereich.

Wieder lag bereits alles vorbereitet vor der Filialleiterin, die mich mit ihrer Sekretärin begrüßte. Das Gespräch verlief gut. Auf einmal fiel der Leiterin ein, dass sie unbedingt eine Sekretärin für sich bräuchte. Vielleicht war ich dafür geeignet. Man vereinbarte ein Probearbeiten von ein bis zwei Tagen.

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4. Die Stellenangebote

4.1. Das Probearbeiten in der Anmeldung

SchneckenDas Probearbeiten am Mittwoch in der Filiale von Manpower in der Georgstraße in Hannover, verlief erfolgreich. Die junge Mitarbeiterin führte mich in alle Vorgänge ein. Nach zwei Stunden waren wir fertig. Die Filialleiterin war überrascht, wie schnell ich alles begriffen hatte.

Es tut mir leid, aber der Arbeitsplatz ist nicht mehr vorhanden.

Ich sollte mich am Freitag telefonisch bei ihr melden. Der Arbeitsbeginn wäre dann der 01. Januar 2024.

4.1.1. Der Arbeitsplatz ist nicht mehr vorhanden

Als ich mich erwartungsvoll am Freitag meldete, teilte sie mir mit, leider sei der Arbeitsplatz nicht mehr vorhanden. Die jetzige Sekretärin, die gekündigt und im Dezember fortziehen wollte, hatte es sich anders überlegt. Sie würde bleiben, also fiel der freie Platz weg.

Fazit: Sehr nett und aufgeschlossen. Leider hat es nicht geklappt. Ich habe nie wieder etwas von ihr gehört.

4.2. Die Stelle als Medizinische Fachangestellte (MFA)

Der neue Mitarbeiter in der medizinischen Abteilung von Manpower meldete sich unerwartet bei mir. Es ging um ein Vorstellungsgespräch bei einem Arzt am Bahnhof. Er freute sich für mich mit.

4.2.1. Das Vorstellungsgespräch

Empfangen wurde ich von der MFA, die die Praxis leitete und der Frau eines der Ärzte. Es war ein freundliches und lustiges Gespräch. Man vereinbarte ein Probearbeiten für die nächste Woche. Es sah gut aus, der einzige Nachteil war die 40-Stunden-Woche und Arbeitszeiten bis 18.00 Uhr und später. Über Geld wurde noch nicht gesprochen.

4.2.2. Die verpasste Mail

SchneckeAls ich die Mail sah, war ich überrascht. Anscheinend war mir eine vorherige Mail entgangen. Kein Wunder, bei manchmal 200 Mails am Tag. Als ich suchte, fand ich sie.

Da Sie sich nicht gemeldet haben, verzichten wir auf ein Probearbeiten. Eine Einstellung kommt nicht mehr in Frage.

Entsetzt las ich, dass man das Probearbeiten gerne vorverlegt hätte, ich solle mich doch bitte melden. Da ich die Mail nicht gesehen hatte, konnte ich mich nicht melden.

Und in der zweiten Mail stand dann drinnen, man würde auf das Probearbeiten verzichten. Und eine Anstellung würde ebenfalls nicht mehr stattfinden.

Auf mehrere Anrufe bekam ich keine Reaktion. Frau Doktor wollte nicht mit mir reden. Und der Doktor wusste gar nicht, wovon ich sprach. Mein Berater war ebenfalls negativ überrascht über die heftige Reaktion, denn er hatte sofort eine Absage erhalten.

Fazit: Erst freundlich, dann nicht mehr erreichbar. Wenn man unbedingt einen Termin ändern möchte, warum ruft man nicht an? Wenn man eine Mail schickt, warum dann nicht mit Lesebestätigung? Eine Mail kann leicht verloren gehen. Und wenn keine Reaktion kommt, schicke ich halt noch einmal eine. So ist das normalerweise in der Geschäftswelt. Das Verhalten ist unverständlich. So dringend scheint man keine Fachkräfte zu suchen.

5. Und am Ende bleibt es so wie immer

Erst einmal suche ich nicht weiter. Ich bin desillusioniert. Von wegen Fachkräftemangel, für mich hat sich nichts geändert.

Meine Erzählungen über die Firmen der vorgestellten Beispiele entspricht meinen eigenen Erfahrungen und stellt keine Wertung dar.

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→ Berufsberatung für Ihren Wiedereinstieg: Bundesagentur für Arbeit
→ Bewerbung schreiben: Bundesagentur für Arbeit
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→ So erkennen Sie betrügerische Stellenanzeigen bei Indeed: Hilfebereich

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